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Monat: November 2025

Zweisprachige Gottesdienste

Neu: Simultan-Übersetzung auf Farsi

Wer einmal einen Gottesdienst in einer fremden Sprache besucht und kein einziges Wort verstanden hat, kann nachfühlen, wie es unseren iranischen Geschwistern seit langem geht. Obwohl wir Predigten und Lesungen auf Farsi übersetzen und als „Untertitel“ per Beamer auf der Leinwand zeigen, ist es doch nochmal etwas ganz anderes, das gesprochene Wort im Gottesdienst in seiner eigenen Sprache zu hören.

Wir freuen uns sehr, dass das jetzt möglich ist. Eine spezielle Software namens STREAMLINGO macht es möglich, den Ton vom Sprechermikrofon direkt auf die Website von Streamlingo zu übertragen, wo die Übersetzung stattfindet. Die Zuhörer im Saal scannen einen QR-Code mit dem Smartphone und hören den übersetzen Text übers Handy per Kopfhörer mit. Ein erster Testlauf ergab, dass die KI ihre Sache ziemlich gut gemacht hat.

Für die Gottesdienstvorbereitung bedeutet das eine große Erleichterung, da insbesondere die Predigten nun nicht mehr vorab schriftlich vorliegen, übersetzt und in eine Folienpräsentation integriert werden müssen. Auch Moderationen, Zwischentexte und Gebete sind auf diese Weise allen Anwesenden gleichermaßen zugänglich.

Die Streamlingo GmbH in Karlsruhe wurde 2024 gegründet, weil Tim, der Sohn eines Pastors, die Übersetzungsbedürfnisse in der Kirche seines Vaters erfüllen wollte. Das Interesse war so groß, dass er zusammen mit Elly und Nathan die Streamlingo GmbH auf den Weg brachte. Mittlerweile kann in 80 Sprachen übersetzt werden, wobei der Wortschatz an den kirchlichen Sprachgebrauch angepasst wurde und von den Nutzern selber ergänzt werden kann.

Das Streamlingo-Team

Gemeinden, die überlegen, diesen Dienst zu nutzen, dürfen sich gern bei uns melden (info@eghr.de), um an unseren Erfahrungen teilzuhaben. Gebraucht wird ein PC oder Notebook mit Internetanschluss und ein Audio-Interface zur Übertragung des Audiosignals in den Rechner.

Streamlingo bietet die Möglichkeit, das Ganze kostenlos für eine bestimmte Zeit zu testen.

Das Dashboard von Streamlingo mit allen Einstellungen

Hier die komplette Anleitung auf Farsi:

Buchbesprechungen

Im jedem Heft von Bibel und Gemeinde des Bibelbundes gibt es am Ende eine Reihe von interessanten Buchbesprechungen. Hier eine Übersicht aus der aktuellen Ausgabe 4/25.

Die Inhaltsübersicht von Heft 4/25 finden Sie hier.

Bibel und Gemeinde 4/25

Ausgabe 4/25 erschienen

Bibel und Gemeinde heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Bibelbundes. Seit mehr als 100 Jahren finden interessierte Leser hier Bibelarbeiten, Aufsätze zu biblischen Themen, Hilfen zum eigenen Bibellesen, Antwort auf ihre Fragen zur Bibel und Zeitströmungen, Buchbesprechungen und mehr.

Bibel und Gemeinde richtet sich an engagierte Mitarbeiter in christlichen Gemeinden, an theologisch interessierte und wache Mitdenker und an jeden, der nach bibeltreuer Hilfe angesichts verbreiteter Infragestellung der Bibel sucht.

Inhaltsübersicht

Sieg der Propaganda?    von Thomas Jeising
Kampf und Bekenntnis – Herausforderungen in 125 Jahren Bibel und Gemeinde    von Thomas Jeisingt
Die Bibel – unverzichtbar für lebendige Gemeinde     von Michael Kotsch
Verwurzelt in Gottes Wort – über den Kampf um unser Denken und die Herzensbindung an die Bibel    von Johannes Pflaum
Predige das Wort! – zeitgemäße und bibeltreue Verkündung pflegen     von Harmut Jaeger
Wenn Bibellesen schwer fällt – Impulse zum Um­gang mit schwacher Lesekompetenz in der Gemeinde    von Ansgar N. Przesang
Gemeindebibelschule – ein Modell, um die Bibel besser kennenzulernen und auszulegen     von Armin Schönebeck
Gottes Wort entdecken – hilfreiche Handwerkzeuge zum Bibelstudium    von Karl-Heinz Vanheiden
Inspiration, Wahrheit und Einheit der Bibel – ein Segen für die Gemeinde     von Thomas Jeising

Die Hefte liegen im Foyer unseres Gemeinschaftshauses zum Mitnehmen bereit. Weitere Informationen über die Publikationen des Bibelbundes finden Sie hier.

Lesen Sie hier das Editorial von Thomas Jeising aus Heft 4/25.

Sieg der Propaganda

Editorial zum neuen Heft 4/25 von Bibel und Gemeinde
von Thomas Jeising

Wie konnte es nur dahin kommen, dass es selbst unter vielen Christen normal geworden ist, zu glauben, dass Gottes Wort voller Fehler und Widersprüche ist, während der, der für die Irrtumslosigkeit der Bibel eintritt, als gefährlicher Dummkopf gilt, der wahrscheinlich auch seine Kinder verprügelt? Wie konnte es normal werden, dass ein Wissenschaftler unglaubwürdig wird, wenn er sich zum Glauben an den biblischen Gott bekennt, während Atheismus die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu steigern scheint?

Wie konnte es als klug gelten, kindliches Vertrauen auf Gottes Reden zu zerstören, um bei Menschen einen „erwachsenen Glauben“ ohne Grundlagen an die freie Stelle zu setzen?

Wahrscheinlich ging das ebenso, wie es jetzt normal sein soll, wenn ein Mann sagt, er wolle, ab sofort als Frau gelten. Wahrscheinlich waren die gleichen Mechanismen am Werk, die eine Ehe zum Gefängnis für die Frau erklärten und ein Leben als Mutter und Hausfrau als frauenfeindlich, klimaschädlich und ungesund. Wahrscheinlich war es die gleiche Art von Propaganda, die ziemlich erfolgreich Mord, Vergewaltigung und Geiselnahme zu einem ehrwürdigen Freiheitskampf verklärte.

Zur Kraft der Propaganda gehört, dass sie Krieg zum Frieden, Gefangenschaft zur Freiheit und Lüge zur Wahrheit erklären kann. Aus unterschiedlichen Gründen werden diese Lügen dann befürwortet. Die einen sind wirklich überzeugt, weil sie in einer bestimmten Blase leben oder Konsequenzen der Wahrheit fürchten. Die anderen tun es, weil sie nicht den Mut haben, wie das Kind im Märchen einfach zu rufen, dass der Kaiser nackt ist. Man traut sich nicht zu sagen, was jedem offensichtlich sein muss. Dazwischen sind die Unsicheren, die nie wissen, wie sie sich entscheiden sollen:

Es kann immer alles so oder anders sein; Wer kennt die Wahrheit schon? Das Vertrauen auf die Wahrheit, Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit des Wortes Gottes leidet unter diesen Umständen. Über Jahrhunderte war es unter den allermeisten Christen fraglos, dass die Bibel ohne Fehler ist, auch wenn man natürlich scheinbare Widersprüche sah und Erklärungen suchte.

Dann aber wurde der „aufgeklärte“ Mensch derjenige, für den die Fehlerhaftigkeit der Bibel Standardmeinung war. Nur kennt dieser Mensch die Bibel oft nicht mehr, was schnell offenbar wird, wenn man nach konkreten Fehlern fragt. 

Wo immer von „Experten“ behauptet wurde, man habe die Fehler bewiesen – zum Beispiel, weil man „keine Posaunen vor Jericho“ und keine Kamelknochen in der Wüste fand -, da zeigte sich später, dass alles nur Marktschreierei war.

Archäologische Funde der vergangenen 50 Jahre im Orient unterstreichen die geschichtlichen Aussagen der Bibel. Das physikalische Weltbild hat sich auf breiter Front so geändert, dass biblische Aussagen den Physikern bescheinigen, dass sie nicht ganz falsch liegen. Psychologen haben in großer Zahl entdeckt, dass aus der biblischen Ethik ein recht gesunder Lebensstil hervorgehen würde.

Das alles beweist die Wahrheit der Bibel natürlich nicht. Für diese Wahrheit steht Gott selber. Aber von uns will Gott das Vertrauen auf sein Wort. Denn aus diesem Wort kommt uns Rettung und Versöhnung mit Gott zu, die Christus am Kreuz gewirkt hat.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Bibelbundes e.V.

Eine Inhaltsübersicht des neuen Hefts finden Sie hier.

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