Licht Christi کلیسای نور مسیح هومبرگ- کلیسای پروتستان انجیلی

Autor: rboehm Seite 1 von 2

Gebet für Nordhessen

5. bis 8. März, Gutshof Großropperhausen

2026-Gebet.pages

Buchbesprechungen

Im jedem Heft von Bibel und Gemeinde des Bibelbundes gibt es am Ende eine Reihe von interessanten Buchbesprechungen. Hier eine Übersicht aus der aktuellen Ausgabe 1/26.

David, Benjamin M. Wem gehört Jerusalem? (Friedhelm Jung)

Wiebe, Simon. Das Bibellesebuch zu PREDIGER. (Karl-Heinz Vanheiden)

Märtyrerspiegel der Taufgesinnten oder wehrlosen Christen. (Thimo Schnittjer)

Parzany, Ulrich: Jesus unsere Hoffnung. (Hartmut Jaeger)

McLaughlin, Rebecca: Was sagt die Bibel zu homosexuellen Beziehungen? Zehn Thesen (T. Schnittjer)

Dunlop, Jamie: Du nervst! Über Liebe und Einheit in der Gemeinde. (T. Schnittjer)

Camacho, Haroldo S. Freispruch! Wahre Geschichten (K-H. Vanheiden)

Kollmann, Bernd Frühes Christentum und antike Sklaverei. (Daniel Facius)

Krumbiegel, Friedemann: Was bleibt: Bau-, Glaubens- und Zeitgeschichte … (Tobias Wagner)

James, Sharon. Ist das Christentum schlecht für die Welt? (Roland Neudecker)

Enns, Fernando (Hg.). Mennoniten. (E. Jung)

Osborne, Larry. Der Pharisäer in deinem Spiegel. (K-H. Vanheiden)

Shalicar, Arye Sharuz. Überlebenskampf. Kriegstagebuch aus Nahost (F. Jung)

Pearcey, Nancy: Die ganze Wahrheit (Michael Freiburghaus)

Raedel, Christoph. Evangelisch bleiben: verantwortlich leben (Thomas Jeising)

Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe (T. Schnittjer).

Die Inhaltsübersicht von Heft 4/25 finden Sie hier.

Bibel und Gemeinde 1/26

Ausgabe 1/26 erschienen

Bibel und Gemeinde heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Bibelbundes. Seit mehr als 100 Jahren finden interessierte Leser hier Bibelarbeiten, Aufsätze zu biblischen Themen, Hilfen zum eigenen Bibellesen, Antwort auf ihre Fragen zur Bibel und Zeitströmungen, Buchbesprechungen und mehr.

Bibel und Gemeinde richtet sich an engagierte Mitarbeiter in christlichen Gemeinden, an theologisch interessierte und wache Mitdenker und an jeden, der nach bibeltreuer Hilfe angesichts verbreiteter Infragestellung der Bibel sucht.

Inhaltsübersicht

Editorial: Anpassungsfähige Ethik? – von Thomas Jeising

Ich freue mich über dein Wort – von Holger Clas

Die Predigt: ein zentrales Element im Gottesdienst? – von Karl-Heinz Vanheiden

Darwin und Capra – Warum die Frage nach dem Leben nicht ohne Gott beantwortet werden kann – von Rudolf Möckel

Zeichen und Wunder und das Wort Gottes – Ihre Bedeutung innerhalb der Heilsgeschichte – von Andreas Köstenberger

Der leidende Gottesknecht – Jesaja 53 im Spiegel ausgewählter Missverständnisse – von Michael Kotsch

Sexualität und Glaube – über (gescheiterte) Versuche ihrer wissenschaftlichen Erforschung – von Thomas Jeising

Unser Leben in der Zwischenzeit – Christlicher Alltag in Glaube und geheiligtem Leben – von Hanniel Strebel

An der Lehre der Apostel festhalten! – Wie die katholische Kirche diesen Weg verließ – von Keith A. Mathison


Die Hefte liegen im Foyer unseres Gemeinschaftshauses zum Mitnehmen bereit. Weitere Informationen über die Publikationen des Bibelbundes finden Sie hier.

Lesen Sie hier das Editorial von Thomas Jeising aus Heft 1/26.

Anpassungsfähige Ethik?

Editorial von Thomas Jeising im neuen Heft 1/26 von Bibel und Gemeinde

Wir beobachten überall, wie sich ethische Werte schnell verändern. Bei der Ethik geht es um das, was gut oder böse ist: Mord ist schlecht, Leben retten ist gut. Lügen ist schlecht, die Wahrheit sagen ist gut. Aus den ethischen Werten leiten wir dann unser moralisches Handeln ab. 

Man hielt es früher für moralisch gut, wenn ein Mensch an als gut erkannten Werten festhielt. Er war dann „prinzipientreu“. Wer die Dinge dagegen heute so und morgen anders beurteilte, war „wetterwendisch“. Oder er „hängte sein Mäntelchen in den Wind“, weil er sich anpasste, wenn sich Gut und Böse zu ändern schien. Das gilt heute als gut: der anpassungsfähige Mensch, der jede „Transformation“ mitmacht. Das andere nennt man „fundamentalistisch“. 

Nach der „wissenschaftlichen“ Definition glaubt ein „Fundamentalist“, dass nur ein Weg zu Gott führt und man am besten das ganze Leben nach Gottes Ordnungen ausrichtet. Es ist nicht nur die Welt des Unglaubens, die Böses gut und Gutes böse nennt. Da ist man höchstens über manche Absurdität erschreckt. Es stellt sich aber die Frage, wie es dazu kommt. 

Ein Mechanismus ist offensichtlich die „normative Kraft des Faktischen“. Ist etwas im allgemeinen Verhalten weit verbreitet, wird es „normal“ und scheint Vielen richtig zu sein. Das wird begleitet davon, dass kaum jemand etwas dagegen sagt: Was allgemein akzeptiert wird, muss wohl gut sein. Und dann hört man sogar Christen so argumentieren, dass sich das Verständnis verändert hätte und deswegen auch die Ethik

angepasst werden müsste. Was Licht war, soll jetzt Finsternis sein; was sauer war, wird nun als süß definiert (Jes 5,20). So hat sich übrigens auch die Wertschätzung für die Bibel verändert. Sie gilt vielen Christen heute nur noch als eins der „heiligen Bücher“. Dabei unterscheidet sie sich in ihrer Qualität und ihrem Inhalt himmelweit vom Koran oder der Bhagavad Gita. Nur sie ist Gottes Wort und kann deswegen auch nicht einfach mit irgendwelchen antiken Schriften auf eine Stufe gestellt werden. 

Man kann das schon tun, und es geschieht auch. Aber es ist falsch. Das Wort Gottes hoch zu schätzen, ist Teil christlicher Ethik. Denn wer es verachtet, der verachtet auch Jesus Christus (Joh 12,48). Paulus sieht den Zusammenhang für andere Teile der Ethik: Wer die Gebote der Bibel zu einem geheiligten Leben verachtet, der verachtet Gott (1Thess 4,8). 

Unsere Alternative kann nur sein, dass wir gehorsam sein wollen. Wo wir aber fallen, bekennen wir es als Schuld und leben von der Vergebung durch Christus. Aber wir dürfen nicht aufhören, die Weisheit und Schönheit dessen zu verkünden, was wir in Gottes Wort lesen. Es ist nicht die Bibel, die uns den Weg zu einem guten Leben versperrt. 

Anpassungsfähig sollten wir da sein, wo wir nach offenen Türen für das Evangelium suchen, um Menschen die Wahrheit Gottes nahezubringen. Aber keinesfalls dürfen wir diese Wahrheit anpassen wollen, denn „wir verfälschen nicht das Wort Gottes, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem Gewissen der Menschen vor Gott“ (2Kor 4,2).

Beten für verfolgte Christen

Materialien zur Predigt von Christine Faber (Open Doors) am 15.02.26

Christine Faber empfiehlt diese beiden Bücher:

„Doyle/Webster: Aufbruch in die Freiheit – Frauen in der islamischen Welt begegnen Jesus“
und: „Br. Andrew/Williams: Gott versetzt Bergewenn wir ihn bitten“. – Beide erschienen bei Open Doors / Brunnen-Verlag.

Hier die Buchempfehlungen im O-Ton und als Transskript.

Buchtipps

Chr. Faber: „Ich möchte zwei Bücher vorstellen. Das eine Buch ist „Aufbruch zur Freiheit“. Das handelt gerade von Frauen aus dem Iran, die berichten über ihr Leben. Frauen, die aus muslimischem Kontext Christ geworden sind, die sehr auch das Kulturelle zeigen, in dem sie leben, auch die Unterdrückung.

Aber die dann Jesus erleben und die erleben, wie sogar ihre Männer gläubig werden. Bei manchen fängt es auch mit den Männern an, dass sie zuerst gläubig werden, dann werden die Frauen gläubig.
Aber es ist sehr, sehr berührend, wie Jesus wirkt, wo eigentlich alles voller Unterdrückung ist, und wie Gott das schafft, sie auf seine Seite zu ziehen.

Rechts ein Buch von unserem Gründerbruder Andrew. Und das ist ein Buch – ich habe schon wirklich viel über Gebet gelesen – aber ich persönlich finde, das ist das tollste Buch. Er hat unwahrscheinlich viel mit Gebet erlebt, also er hat das selbst gelebt. Und er beschreibt sowohl seine Erfahrungen mit Gebet, wo Gott Gebet erhört hat, als auch wirklich unterliegende biblische Prinzipien, die er sehr, sehr schön aufrollt, die sehr ermutigend sind und glaubensweckend weiter zu beten und auch in der Gemeinschaft zu beten. Es ist wirklich sehr ermutigend, dieses Buch.“

Wir wir für verfolgte Christen beten

und was wir von ihnen lernen können

Im OPEN DOORS Monatsmagazin finden Sie Berichte darüber, wie verfolgte Christen ihren Glauben leben und erleben und welche Konsequenzen das für sie hat. Der eingeheftete Gebetskalender schildert für jeden Tag ein persönliches Schicksal, für das wir beten können.

Das OPEN DOORS Monatsmagazin mit Gebetskalender können Sie kostenlos hier anfordern.

Christine Faber fragt sich, wie man unsere Beziehung zur verfolgten Kirche am besten veranschaulichen kann.
Da ist z.B. Morteza, der im Gefängnis sitzt und ist jeden Tag mit dieser Gefahr konfrontiert ist, zu denken: „Also wenn ich wieder zurück zum Islam gehe, werde ich freigelassen. Ich muss mir diesen Mist hier nicht antun.“ Viele Menschen, die alles verlassen, ihr Eigentum, ihre Familie, um Jesus nachzufolgen, müssen diese Entscheidung immer wieder neu treffen.

In Deutschland können wir uns versammeln, über Jesus sprechen, beten, was immer wir wollen. Hier kommt keiner rein, der uns daran hindert. Wir können sogar anderen von Jesus erzählen. Wir kriegen vielleicht eine kleine Demütigung, aber noch nicht mal das richtig. Wir können anderen von unserem Glauben erzählen, nichts passiert, was jetzt unser Leben gefährden würde.

Wir sind aber Glieder an einem Leib. Wir haben den gleichen Vater. Jesus ist das Haupt seiner Gemeinde. Da gehört sowohl die verfolgte Kirche wie auch die freie Kirche dazu. Und stellen wir uns vor, wir würden wirklich für die verfolgten Christen beten, würden regelmäßig dranbleiben für sie zu beten. Dann würde hier eine Beziehung entstehen, eine Verknüpfung.

Und dank dieser Verknüpfung lernen wir von der der Treue und der Leidenschaft und der Opferbereitschaft unserer verfolgten Geschwister.

Der Weltverfolgungsindex wird jedes Jahr von Open Doors ermittelt und zeigt die 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Auch Mojtaba hat schwere Zeiten im Gefängnis hinter sich. Christine Faber erzählt, dass sie aus einem Video über ihn viel von ihm gelernt hat, und auch von dem, was Gott tut durch ihn. „Wir lernen von ihren Erfahrungen, aber sie brauchen unser Gebet. Und so kommt der Leib, die Glieder des Leibes in Kooperation miteinander.

Wenn wir für sie beten und wir von ihren Erfahrungen lernen, werden wir gleichzeitig erweckt, weil dort, wo Erweckung ist, da ist die verfolgte Kirche. Wir lernen von ihnen, wie Gott handelt und was Gott tun kann. Und das ermutigt uns im Glauben.“

Diese Beziehung möchte Open Doors stärken und Hilfsmittel dafür geben, damit diese Beziehung gestärkt werden kann, z. B. mit dem monatlichen Gebetsmagazin. Darin gibt es den Gebetskalender, wo man jeden Tag kurze Geschichten über ganz konkrete Personen und ihre Schicksale findet. Wir können anfangen, ganz konkret für Menschen zu beten, die gerade ganz dringend unser Gebet brauchen. Das ist ja unser Part.

Christine Faber: „Ich glaube, es ist eine Art, wie Liebe in Aktion kommt, wenn ich mit Identifikation bete. Wenn ich mir eine Person vorstelle und in die Situation dieser Person reinbete – deswegen haben wir hier so viele Personen drin – dann ist das eine Aktion der Liebe. Und ich glaube, dass Jesus sich sehr darüber freut. Und ich glaube, dass er wartet, dass wir das tun.

Ganz persönlich glaube ich, wir haben eine Berufung in Deutschland. Ich glaube, dass es uns so gut geht und wir uns anziehen können, Arbeit haben, Essen haben, Dach über dem Kopf und keiner uns verfolgt. Ich glaube, dass wir die Berufung haben zu beten, weil dort, diese vielen Länder, die wir hier sehen, dort kann kein Evangelist einfach arbeiten.

Aber die verfolgten Christen sind die Evangelisten. Und je mehr wir für sie beten, kann sich das Evangelium genau in diesen Ländern ausbreiten. Und so sind wir Teil am Leib Jesu weltweit, dass das Evangelium genau sich da ausbreitet, wo es verboten ist. Kann man sich das vorstellen? Das ist unsere Berufung als Deutsche. Wir brauchen nicht zu denken, wir können nichts machen. Wir können sehr wohl was machen.“

Video von Mojtaba (Quelle: Open Doors)

500 Jahre Reformation

Veranstaltungstermine im Reformationsjahr

Von Februar bis Oktober finden in und um Homberg eine Fülle von Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum statt. Hier ein Auszug aus dem Jubiläumsmagazin mit allen Terminen.

500-Jahre-Ref-Termine

Männerwochenende im März

20. – 22.03.26 in Bad Blankenburg

Flyer-Maenner-WE-2026

Ostern mit allen Sinnen erleben

Sinnenpark in Oberbeisheim 15.03. – 15.04.26

Seelische Gesundheit

EGHN-Service für Gemeinden

Seelische Gesundheit wird in unserer Gesellschaft mehr und mehr zum Thema. Auch der Evangelische Gemeinschaftsverband Hessen-Nassau (EGHN), dem unsere Gemeinschaft angehört, macht sich für seelische Gesundheit stark.

Der Arbeitskreis Seelsorge hat einen Flyer herausgegeben, der alle wichtigen Informationen zum Thema vereint. Er kann hier als PDF heruntergeladen werden.

SeSo-Flyer-digital

Kontakt:

Yossi Tröger

Leiter der Seelsorgearbeit im EGHN

www.eghn.de

📧 yossi.troeger@eghn.de

📞 +49 1515 9848 057

🗓️ Erreichbar: Montag, Mittwoch, Donnerstag

Predigt von Yossi am 18.01.26 in Homberg

Christen verprügelt und inhaftiert

11 Christen in Mexiko wegen Freiluft-Gottesdienst unter Druck

(Open Doors, Kelkheim) – „Vor diesem Vorfall haben wir dafür gebetet, dass die Grundversorgung wiederhergestellt und unsere Rechte respektiert werden. Jetzt konzentrieren sich unsere Gebete auf Sicherheit und darauf, ohne Bedrohungen oder Vertreibung leben zu können“, sagte Efraín*. Der Christ gehört zu einer indigenen Volksgruppe und lebt im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, eine der Regionen mit der stärksten Verfolgung in Mexiko. Was war geschehen?

Christen in Chiapas beten Jesus an – in indigenen Gemeinschaften oftmals ein Risiko (Symbolbild)

Morddrohungen an Christen wegen ihres Glaubens

Am 16. Januar griffen Einwohner der Ortschaft Zinacantán elf Mitglieder einer christlichen Gemeinde an und sperrten sie ein, weil sie einen Gottesdienst im Freien abgehalten hatten. Laut lokalen Medien wurde ihre Freilassung an die Bedingung geknüpft, dass sie ihrem Glauben abschwören. In einem Bericht war von einer Geldforderung über umgerechnet ca. 4.800 Euro die Rede. Zum Zeitpunkt des Übergriffs hatten sich etwa zwanzig Gläubige vor dem Haus einer christlichen Familie versammelt. Anwohner blockierten die Zufahrtsstraße mit einem Fahrzeug und schütteten Kies auf den Versammlungsort, um weitere Zusammenkünfte der Christen zu verhindern.

Wenige Tage zuvor hatten sich die Gläubigen geweigert, an traditionellen religiösen Feierlichkeiten ihrer Volksgruppe teilzunehmen. Dies hatte zu erheblichen Spannungen geführt. Ein lokales Forschungsteam von Open Doors bestätigte den religiösen Hintergrund des Übergriffes und verwies dabei sowohl auf die Gewalt und Einschüchterung als auch auf die Forderungen an die Entführten.

Auch Antonio Vázquez Méndez, Sekretär der Menschenrechtsorganisation Manos a la Obra, erklärte gegenüber der Zeitung La Jornada: „Dies ist eine Frage des Glaubens, keine gewöhnliche Streitigkeit der Kommune. [Den Christen] wurde mit dem Tod gedroht, wenn sie nicht ihrem Glauben abschwören.“

Auch Kinder im Visier der Angreifer

Am Sonntag, dem 18. Januar, kamen die elf Christen wieder frei. Die genauen Umstände ihrer Freilassung sind weiterhin unklar. Obwohl sie in ihre Häuser zurückgekehrt sind, bestehen die Spannungen mit der örtlichen Gemeinschaft fort.

Die Schikanen sind jedoch nicht neu. „Laut Zeugenaussagen wurde mehreren christlichen Familien seit einiger Zeit die Strom- und Wasserzufuhr gekappt. Außerdem wurden immer wieder Straßensperren errichtet, die verhindern sollen, dass ihre Kinder zur Schule gehen“, sagte Norma*, eine Missionarin und Open Doors-Mitarbeiterin in dem Land. „Diese Maßnahmen sollen sie dazu zwingen, ihren Glauben aufzugeben“, fügte sie hinzu.

*Name geändert

Über Open Doors

Open Doors ist als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit 1955 in mittlerweile mehr als 70 Ländern im Einsatz für verfolgte Christen. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Derzeit sind weltweit mehr als 380 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen.

Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz

Im aktuellen WELTVERFOLGUNGSINDEX informiert Open Doors über die 50 Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden. Mexiko steht derzeit an dreißigster Stelle.

Über die ersten fünf Plätze informiert dieses Video.

In allem uns gleich – doch ohne Sünde

Über ein wenig beachtetes Detail des Weihnachtswunders

Leitartikel von Thomas Jeising in Biblisch denken, glauben, leben 149

Wir feiern das Wunder von Weihnachten. Gott wurde Mensch: „Er, das Wort, wurde Mensch und lebte unter uns. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie sie nur der einzigartige Sohn vom Vater bekommen hat.“ (Joh 1,14).

Woran denkt Johannes, wenn er sagt, dass er und die anderen Apostel die Herrlichkeit von Jesus gesehen haben? Es war eine Herrlichkeit, die sich durch Gnade und durch Wahrheit gezeigt hat. Das stimmt mit den anderen Evangelien überein.

Die Herrlichkeit zeigte sich nicht in Macht oder Reichtum. Jesus kam doch als Kind einer armen Familie, unter äußerem Druck und am Ende in einem Stall zur Welt. Aber in der Krippe lag trotzdem kein normales Kind. Denn dieses Kind war schon ewig bei Gott gewesen. Es hat und hatte immer eine tiefe Beziehung zu Gott, dem ewigen Vater.

Allein dieser kleine Mensch ist in der Lage, uns Gottes Wesen und Willen bekannt zu machen. Wir können Gott nur richtig kennen, wenn Jesus ihn uns bekannt macht (18). Man kann Ahnungen von Gott haben. Man kann viel aus den Offenbarungen Gottes ableiten. Aber es kennt niemand den Vater wirklich als alleine der Sohn – und wem es der Sohn zeigt (Mt 11,27).

Erst seit Weihnachten, Karfreitag und Ostern können wir Gott wirklich kennen. Das war ohne Jesus Christus nicht möglich. Auch hier gilt, was Jesus später sagt: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich!“ (Joh 14,6).

Lesen Sie weiter in der neuen Ausgabe 149 von Biblisch denken, glauben, leben

BGDL149

Jemand, der dich liebt!

Eine Initiative für Gemeinden
von Bibel-TV

„Die Erinnerung 2026 möchte Menschen in ihrem Alltag neu auf die Möglichkeit der Existenz Gottes aufmerksam machen“, heißt es auf der Bibel-TV-Website. „Durch 30.000 Großflächenplakate und begleitende Online-Inhalte geben wir einen sichtbaren, einladenden Impuls, der zum Nachdenken anregt und in die Kirchen vor Ort führt. Die Kampagne versteht sich als Rückenwind für Gemeinden und möchte helfen, Menschen neu mit dem christlichen Glauben in Berührung zu bringen.“

Die Initiatoren laden Kirchen, Werke und Gemeinden ein, diesen nationalen Impuls vor Ort aufzugreifen und weiterzuführen. Ihre Orte des Glaubens sind die Räume, in denen Menschen echte Begegnung, Begleitung und Antworten finden können. Bibel-TV appelliert an die Gemeinden: „Nutzt die Kampagne als Türöffner – und wir stellen euch Materialien bereit, die ihr sofort einsetzen könnt.“

Hier eine Übersicht der 7 Plakatmotive:

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Termine von und für Frauen

Sinnenpark, Frauentag, Frauenwanderung

Fragwürdiges ARTE-Video

Superschnelle Anpassung – aber keine Höherentwicklung

Ein kritischer Blick auf ein neues ARTE-Video zu „Darwins Express: Evolution in Rekordzeit“ zeigt: Was aussieht wie Evolution ist das Abrufen programmierter Optionen.

In einem aktuellen Video des Fernsehsenders ARTE (2025)* wird eindrucksvoll dargestellt, wie rasch Tiere und Pflanzen auf Umweltveränderungen reagieren können. Veränderungen und Anpassungen vollziehen sich in kürzester Zeit – in einigen Fällen innerhalb weniger Generationen. ARTE spricht in diesem Zusammenhang von einem „Darwins Express“ – von superschneller Evolution. Doch so faszinierend diese biologischen Anpassungen auch sind: Sie haben nichts mit Evolution im klassischen, darwinistischen Sinn zu tun – also mit der Entstehung neuer Baupläne, Funktionen oder genetischer Information.

Schnelle Reaktionen statt Neuerfindungen

Aus Südamerika stammende Aga-Kröte (Rhinella marina, Bildquelle: Wikipedia, Froggydarb, CC BY-SA 3.0).

Das Video zeigt eine Reihe gut dokumentierter Fälle:

In Australien hat sich die aus Südamerika eingeschleppte Aga-Kröte innerhalb weniger Jahrzehnte an neue Bedingungen angepasst. Die Tiere bewegen sich schneller, ermüden langsamer und verbreiten sich effizienter als ihre Vorfahren.

In Kanada schrumpfen bei Mufflons die Hörner, weil Tiere mit größeren Hörnern stärker bejagt werden.

In Alaska werden Lachse kleiner, weil die großen Exemplare durch den Fischfang aus der Population entfernt wurden.

In Mosambik bringt Wilderei vermehrt Elefanten ohne Stoßzähne hervor – ein klarer Überlebensvorteil für Tiere ohne dieses auffällige Merkmal.

Und auf Puerto Rico haben Anolis-Echsen in kurzer Zeit größere Krallen und kräftigere Vorderbeine entwickelt, um sich auf glatten Oberflächen besser festhalten zu können.

Diese Beispiele sind eindrucksvoll, doch genetisch gesehen entsteht hier nichts grundlegend Neues – veränderte Umweltbedingungen sind Auslöser dafür, Merkmalsausprägungen abzurufen, die bereits im Genpool vorhanden sind. In vielen Fällen spielt auch Genregulation eine Rolle: Die vorhandene DNA wird unterschiedlich genutzt, je nach Umwelteinfluss.

Grob irreführend ist im Video in diesem Zusammenhang der Sprung von einem Beispiel zur Farbveränderung zur Entstehung des aufrechten Gangs, der durch ein Transposon (springendes Gen) begünstigt worden sein soll. Das ist ungefähr so, als würde man sagen, die Entstehung des Fernsehers wurde durch Implementierung des An/Aus-Knopfes begünstigt.

Ein fragwürdiges Darwin-Bild

Das Video bemüht immer wieder Darwin – doch oft auf fragwürdige Weise. So wird behauptet, Darwin sei durch die „Darwin-Finken“ zur Evolutionstheorie inspiriert worden. Tatsächlich hatte Darwin gar nicht systematisch dokumentiert, von welchen Inseln die gesammelten Vögel stammten. Die spätere korrekte Bestimmung verdankt sich der Arbeit anderer Forscher.

Unter anderem auf Karibik-Inseln beheimatete Anolis- Eidechse (Anolis sagrei, Bildquelle: pixabay).

Noch problematischer ist die Behauptung, dass vor Darwin „alle“ an die Unveränderlichkeit der Arten geglaubt hätten. Schon im 18 Jahrhundert hatte Carl von Linné eine gewisse Entwicklungsfähigkeit innerhalb von Gattungen angedeutet. Lamarck entwickelte sogar eine eigene Theorie, in der erworbene Eigenschaften vererbt werden – eine Idee, die Darwin später wieder aufgriff. Der Gedanke der Veränderung war also längst im Umlauf, bevor Darwin seine These formulierte.

Evolution sollte eindeutig definiert werden

In der Definition von „Evolution“ bleibt das Video äußerst vage – oder irreführend. Eine Aussage lautet sinngemäß: Wenn eine Eigenschaft erfolgreicher ist als eine andere, wird sie sich durchsetzen – das sei Evolution. Doch dies beschreibt lediglich das Prinzip der Selektion, nicht die Entstehung neuer Merkmale. Es wird nichts „entwickelt“, sondern nur angereichert.

Selbst die oft zitierte genetische Vielfalt wird im Video falsch erklärt: „Transkriptionsfehler“ werden als Quelle der Vielfalt bezeichnet – obwohl diese Fehler nur während der RNA-Bildung auftreten und nicht vererbbar sind. Tatsächlich entstehen erblich relevante Veränderungen nur durch Mutationen während der DNA-Replikation, insbesondere in Keimzellen. Ein wesentlicher Unterschied, der in einer seriösen Darstellung nicht unter den Tisch fallen sollte.

Epigenetik – wirklich Evolution?

Gegen Ende des Videos wird ein faszinierendes Phänomen angesprochen: sogenannte „Evolution ohne Mutation“. Gemeint ist damit etwa das Verhalten der Spitzen Blasenschnecke, die bei erhöhter Gefahr, von Fressfeinden erbeutet zu werden, eine dickere Schale ausbildet. Diese Reaktion kann sogar an die nächste Generation weitergegeben werden – ohne Veränderung des Erbguts.

Verantwortlich sind hier epigenetische Mechanismen: Die Aktivität bestimmter Gene wird durch Umweltreize beeinflusst. Das Erbgut selbst bleibt unverändert, lediglich seine Nutzung wird geändert. Auch das ist biologisch interessant, doch es bleibt bei einer (kurzfristigen) Anpassung innerhalb gegebener Grenzen. Mit echter Höherentwicklung hat das nichts zu tun.

Ein weiteres Beispiel ist das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis), das bei Insektenmangel zur Selbstbefruchtung übergeht – ein Anpassungsschritt, der allerdings zu reduzierter genetischer Vielfalt und damit zu langfristiger Schwächung führt. Auch hier zeigt sich: Anpassung kann auch Rückbau bedeuten – nicht Fortschritt, sondern Spezialisierung.

Fazit: Anpassung ≠ Evolution

Das Fazit ist eindeutig: Die im Video gezeigten Beispiele belegen keine Evolution im klassischen Sinne. Sie zeigen Selektion, Genregulation, epigenetische Reaktionen – aber keine Entstehung neuer biologischer Information, keine neuen Strukturen, keine Neuerfindungen. Die „Express-Evolution“ beruht auf dem Abrufen vorhandener Programme. Das ist keine gute Nachricht für Evolutionsbiologen, denn woher kommen diese Programme?

Interessant ist auch die Formulierung: Transposons als „Zauberstäbe der Evolution“ (29:15). Es ist schon erstaunlich, dass in einem naturalistischen Szenario Zauberei als Bild verwendet wird. Das Video verfehlt damit sein eigentliches Ziel: Statt die Stärke der Evolutionstheorie zu demonstrieren, illustriert es unbeabsichtigt deren Grenzen. Anpassung ist Realität – doch sie ist nicht gleichzusetzen mit der Entstehung neuer Baupläne. Wer solche Prozesse unterschiedslos als „Evolution“ bezeichnet, verwischt nicht nur wissenschaftliche Begriffe, sondern verzerrt auch die öffentliche Wahrnehmung.

Peter Borger* (mit freundlicher Genehmigung von Wort und Wissen

*Das Video in der ARTE-Mediathek: Darwin Express: Evolution in Rekordzeit

Viele weitere Informationen finden Sie im aktuellen Info von Wort und Wissen.

*Peter Borger (MSc, PhD) studierte Biologie mit den Schwerpunkten Biochemie und Molekulargenetik. Er lehrte und forschte u. a. an den Universitäten Groningen (Niederlande), Sydney (Australien), Basel und Zürich (Schweiz). Als Experte im Bereich Molekularbiologie von Genexpression und Signaltransduktion hat er über 70 Artikel in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Das Foto über diesem Beitrag zeigt das Denkmal von Charles Darwin in London (Quelle: Pixabay).

Zweisprachige Gottesdienste

Neu: Simultan-Übersetzung auf Farsi

Wer einmal einen Gottesdienst in einer fremden Sprache besucht und kein einziges Wort verstanden hat, kann nachfühlen, wie es unseren iranischen Geschwistern seit langem geht. Obwohl wir Predigten und Lesungen auf Farsi übersetzen und als „Untertitel“ per Beamer auf der Leinwand zeigen, ist es doch nochmal etwas ganz anderes, das gesprochene Wort im Gottesdienst in seiner eigenen Sprache zu hören.

Wir freuen uns sehr, dass das jetzt möglich ist. Eine spezielle Software namens STREAMLINGO macht es möglich, den Ton vom Sprechermikrofon direkt auf die Website von Streamlingo zu übertragen, wo die Übersetzung stattfindet. Die Zuhörer im Saal scannen einen QR-Code mit dem Smartphone und hören den übersetzen Text übers Handy per Kopfhörer mit. Ein erster Testlauf ergab, dass die KI ihre Sache ziemlich gut gemacht hat.

Für die Gottesdienstvorbereitung bedeutet das eine große Erleichterung, da insbesondere die Predigten nun nicht mehr vorab schriftlich vorliegen, übersetzt und in eine Folienpräsentation integriert werden müssen. Auch Moderationen, Zwischentexte und Gebete sind auf diese Weise allen Anwesenden gleichermaßen zugänglich.

Die Streamlingo GmbH in Karlsruhe wurde 2024 gegründet, weil Tim, der Sohn eines Pastors, die Übersetzungsbedürfnisse in der Kirche seines Vaters erfüllen wollte. Das Interesse war so groß, dass er zusammen mit Elly und Nathan die Streamlingo GmbH auf den Weg brachte. Mittlerweile kann in 80 Sprachen übersetzt werden, wobei der Wortschatz an den kirchlichen Sprachgebrauch angepasst wurde und von den Nutzern selber ergänzt werden kann.

Das Streamlingo-Team

Gemeinden, die überlegen, diesen Dienst zu nutzen, dürfen sich gern bei uns melden (info@eghr.de), um an unseren Erfahrungen teilzuhaben. Gebraucht wird ein PC oder Notebook mit Internetanschluss und ein Audio-Interface zur Übertragung des Audiosignals in den Rechner.

Streamlingo bietet die Möglichkeit, das Ganze kostenlos für eine bestimmte Zeit zu testen.

Das Dashboard von Streamlingo mit allen Einstellungen

Hier die komplette Anleitung auf Farsi:

Buchbesprechungen

Im jedem Heft von Bibel und Gemeinde des Bibelbundes gibt es am Ende eine Reihe von interessanten Buchbesprechungen. Hier eine Übersicht aus der aktuellen Ausgabe 4/25.

Die Inhaltsübersicht von Heft 4/25 finden Sie hier.

Bibel und Gemeinde 4/25

Ausgabe 4/25 erschienen

Bibel und Gemeinde heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Bibelbundes. Seit mehr als 100 Jahren finden interessierte Leser hier Bibelarbeiten, Aufsätze zu biblischen Themen, Hilfen zum eigenen Bibellesen, Antwort auf ihre Fragen zur Bibel und Zeitströmungen, Buchbesprechungen und mehr.

Bibel und Gemeinde richtet sich an engagierte Mitarbeiter in christlichen Gemeinden, an theologisch interessierte und wache Mitdenker und an jeden, der nach bibeltreuer Hilfe angesichts verbreiteter Infragestellung der Bibel sucht.

Inhaltsübersicht

Sieg der Propaganda?    von Thomas Jeising
Kampf und Bekenntnis – Herausforderungen in 125 Jahren Bibel und Gemeinde    von Thomas Jeisingt
Die Bibel – unverzichtbar für lebendige Gemeinde     von Michael Kotsch
Verwurzelt in Gottes Wort – über den Kampf um unser Denken und die Herzensbindung an die Bibel    von Johannes Pflaum
Predige das Wort! – zeitgemäße und bibeltreue Verkündung pflegen     von Harmut Jaeger
Wenn Bibellesen schwer fällt – Impulse zum Um­gang mit schwacher Lesekompetenz in der Gemeinde    von Ansgar N. Przesang
Gemeindebibelschule – ein Modell, um die Bibel besser kennenzulernen und auszulegen     von Armin Schönebeck
Gottes Wort entdecken – hilfreiche Handwerkzeuge zum Bibelstudium    von Karl-Heinz Vanheiden
Inspiration, Wahrheit und Einheit der Bibel – ein Segen für die Gemeinde     von Thomas Jeising

Die Hefte liegen im Foyer unseres Gemeinschaftshauses zum Mitnehmen bereit. Weitere Informationen über die Publikationen des Bibelbundes finden Sie hier.

Lesen Sie hier das Editorial von Thomas Jeising aus Heft 4/25.

Sieg der Propaganda

Editorial zum neuen Heft 4/25 von Bibel und Gemeinde
von Thomas Jeising

Wie konnte es nur dahin kommen, dass es selbst unter vielen Christen normal geworden ist, zu glauben, dass Gottes Wort voller Fehler und Widersprüche ist, während der, der für die Irrtumslosigkeit der Bibel eintritt, als gefährlicher Dummkopf gilt, der wahrscheinlich auch seine Kinder verprügelt? Wie konnte es normal werden, dass ein Wissenschaftler unglaubwürdig wird, wenn er sich zum Glauben an den biblischen Gott bekennt, während Atheismus die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu steigern scheint?

Wie konnte es als klug gelten, kindliches Vertrauen auf Gottes Reden zu zerstören, um bei Menschen einen „erwachsenen Glauben“ ohne Grundlagen an die freie Stelle zu setzen?

Wahrscheinlich ging das ebenso, wie es jetzt normal sein soll, wenn ein Mann sagt, er wolle, ab sofort als Frau gelten. Wahrscheinlich waren die gleichen Mechanismen am Werk, die eine Ehe zum Gefängnis für die Frau erklärten und ein Leben als Mutter und Hausfrau als frauenfeindlich, klimaschädlich und ungesund. Wahrscheinlich war es die gleiche Art von Propaganda, die ziemlich erfolgreich Mord, Vergewaltigung und Geiselnahme zu einem ehrwürdigen Freiheitskampf verklärte.

Zur Kraft der Propaganda gehört, dass sie Krieg zum Frieden, Gefangenschaft zur Freiheit und Lüge zur Wahrheit erklären kann. Aus unterschiedlichen Gründen werden diese Lügen dann befürwortet. Die einen sind wirklich überzeugt, weil sie in einer bestimmten Blase leben oder Konsequenzen der Wahrheit fürchten. Die anderen tun es, weil sie nicht den Mut haben, wie das Kind im Märchen einfach zu rufen, dass der Kaiser nackt ist. Man traut sich nicht zu sagen, was jedem offensichtlich sein muss. Dazwischen sind die Unsicheren, die nie wissen, wie sie sich entscheiden sollen:

Es kann immer alles so oder anders sein; Wer kennt die Wahrheit schon? Das Vertrauen auf die Wahrheit, Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit des Wortes Gottes leidet unter diesen Umständen. Über Jahrhunderte war es unter den allermeisten Christen fraglos, dass die Bibel ohne Fehler ist, auch wenn man natürlich scheinbare Widersprüche sah und Erklärungen suchte.

Dann aber wurde der „aufgeklärte“ Mensch derjenige, für den die Fehlerhaftigkeit der Bibel Standardmeinung war. Nur kennt dieser Mensch die Bibel oft nicht mehr, was schnell offenbar wird, wenn man nach konkreten Fehlern fragt. 

Wo immer von „Experten“ behauptet wurde, man habe die Fehler bewiesen – zum Beispiel, weil man „keine Posaunen vor Jericho“ und keine Kamelknochen in der Wüste fand -, da zeigte sich später, dass alles nur Marktschreierei war.

Archäologische Funde der vergangenen 50 Jahre im Orient unterstreichen die geschichtlichen Aussagen der Bibel. Das physikalische Weltbild hat sich auf breiter Front so geändert, dass biblische Aussagen den Physikern bescheinigen, dass sie nicht ganz falsch liegen. Psychologen haben in großer Zahl entdeckt, dass aus der biblischen Ethik ein recht gesunder Lebensstil hervorgehen würde.

Das alles beweist die Wahrheit der Bibel natürlich nicht. Für diese Wahrheit steht Gott selber. Aber von uns will Gott das Vertrauen auf sein Wort. Denn aus diesem Wort kommt uns Rettung und Versöhnung mit Gott zu, die Christus am Kreuz gewirkt hat.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Bibelbundes e.V.

Eine Inhaltsübersicht des neuen Hefts finden Sie hier.

Nie im Ausland – und trotzdem berufen

Renate Ströhler im OMF-Podcast „Mango-Radio“

Mission – die Verkündigung der Guten Nachricht – muss nicht zwangsläufig nur in fernen Ländern stattfinden, sondern beginnt schon vor unserer Haustür – oder gar im eigenen Wohnzimmer, wie das Beispiel von Renate Ströhler aus Homberg zeigt.

Nicht jeder Christ ist zu einem besonderen „geistlichen Dienst“ oder gar als Missionar ins Ausland berufen. Unsere Berufung ereignet sich in der Gegenwart, mitten in unserem Alltag. Nicht der Ort unserer Berufung ist entscheidend, sondern unser Herz und unsere Treue.

Für Renate Ströhler kam ein vollzeitlicher Einsatz im Ausland nie in Frage. Sie lebte ihren Glauben als Ehefrau, als Mutter und in ihrer Gemeinde, der Ev. Gemeinschaft Homberg. Renate ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Alltag und ein Herz für die ganze Welt sich gut ergänzen können. Lass dich ermutigen und inspirieren, wie Jesus ganz normale Menschen gebrauchen will.

OMF ist eine globale Gemeinschaft von Christen mit einem Herz für Ostasiaten. Sie unterstützen Kirchen und Gemeinden bei der Verkündigung der Guten Nachricht. Dazu arbeitet das in Mücke ansässige Werk mit mehr als 2.100 Mitarbeitenden aus über 40 Ländern unter rund 100 ethnischen Gruppen in Ostasien zusammen.

Im Podcast „Mango Radio“ berichtet OMF über die vielfältigen Aufgaben und Projekte und lässt Menschen zu Wort kommen, die über ihre Erfahrungen mit der Verkündigung von Gottes Wort erzählen.

Alle Folgen von Mango Radio auf Spotify.

Sind Wunder unmöglich?

Wie der Glaube an Schöpfung, Willensfreiheit und Wunder untergraben wurde
Vortrag von Prof. Dr. Dr. D. von Wachter, Rehe 2025

Wunder spielen für das Christentum eine entscheidende Rolle. Wer Wunder bestreitet, bestreitet gleichzeitig das Christentum. Ohne das Wunder von Jesu Auferstehung ist der christliche Glaube gegenstandslos. Kein Wunder also, dass Bibel- und Glaubenskritiker immer wieder hier ansetzen und die Existenz von Wundern infrage stellen.

Voltaire 1764: „Ein Wunder ist die Verletzung von mathematischen, göttlichen, unveränderlichen, ewigen Gesetzen. Schon dem Begriffe nach ist ein Wunder ein Widerspruch: Ein Gesetz kann nicht zugleich unveränderlich sein und verletzt
werden.“

Ob es so etwas wie Willensfreiheit, Wunder oder Schöpfung gibt, untersucht man am besten, indem man hinschaut und Beweise sucht. Seit der sogenannten Aufklärung behaupten Atheisten allerdings, dass Wunder unmöglich seien und weichen damit der Suche nach Beweisen aus. Philosophische und naturwissenschaftliche Argumente werden ins Feld geführt, um nachzuweisen, dass die Naturgesetze keinesfalls außer Kraft gesetzt werden können.

Dostojewski (1821-1881) in seinem Buch „Die Brüder Karamasow“: „Im Realisten wird der Glaube nicht durch das Wunder hervorgerufen, sondern das Wunder durch den Glauben.“

Warum Wunder dennoch möglich sind und wie Christen heute mit kritischen Fragen umgehen können, beleuchtet Prof. Dr. Dr. D. von Wachter in seinem Vortrag auf der Jahrestagung von WORT und WISSEN in Rehe.

Eine Terminübersicht weiterer Vorträge von Wort und Wissen finden Sie hier.

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