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IRAN: Neue Leidenschaft für Gebet inmitten der Krise

(Open Doors, Kelkheim) – Während der Krieg zwischen den USA und dem Iran immer wieder neu aufflammt, wächst der Druck auf die Christen im Land. Seit dem Iran-Israel-Krieg im Juni 2025 hat die iranische Regierung ihr hartes Vorgehen verschärft – insbesondere gegen Konvertiten aus dem Islam und Mitglieder von Hauskirchen. Überwachungsmaßnahmen wurden intensiviert, Christen verhaftet und Kircheneigentum oder Privateigentum von Christen beschlagnahmt. Hinzu kommen Hinrichtungen von Demonstranten sowie willkürliche Verhaftungen. Doch Gott wirkt.

„Hier ist die Hand des Herrn am Werk“

Aptin*, ein Leiter innerhalb eines christlichen Netzwerks von Hausgemeinden im ganzen Iran, berichtet: „Angesichts der finanziellen Not, die durch den jüngsten Krieg entstanden ist, widmen sich die Gemeindemitglieder zunehmend dem Gebet und der Fürbitte. Obwohl ihre Einkommen gering sind, sind sie bereit, in verschiedene Städte zu reisen, um sich mit ihren Brüdern und Schwestern im Gebet zu vereinen und für den Iran und alles, was im Land geschieht, Fürbitte zu leisten. Wenn ich sehe, wie sie von ihrem Lohn immer noch ihren Zehnten geben, bin ich tief bewegt. Obwohl sie so wenig Einkommen haben, sind sie dennoch bestrebt, anderen Christen ein Segen zu sein.“

Er fährt fort: „Als zwei junge Demonstranten in Isfahan hingerichtet wurden, begannen sieben Hausgemeinden im ganzen Land zu beten und Fürbitte einzulegen, damit die [Welle der] Hinrichtungen gestoppt würden. Manchmal frage ich mich, woher diese neue Begeisterung für das Gebet kommt. Es könnte eine Reaktion sein, die im Zuge des jüngsten Krieges zwischen dem Iran, den Vereinigten Staaten und Israel entstanden ist. Doch ich glaube fest daran, dass hier die Hand des Herrn unter den iranischen Christen am Werk ist.“

Gottes Gegenwart mitten im Verhör

Die iranische Christin Zohal* geriet ins Visier der Behörden. Sie erinnert sich lebhaft an den Moment ihrer Verhaftung, während sie ein Seminar für Jüngerschaft leitete. „Als Geheimdienstmitarbeiter gewaltsam in das Gebäude eindrangen, war das Erste, was ich tat, mein Handy zu zerstören. Sie begannen sofort, mich zu verhören – von 7:30 Uhr morgens bis 13:50 Uhr nachmittags.“ Die Verhöre gingen auch am nächsten Tag weiter.

Während dieser Zeit erlebte sie inmitten ihrer Angst Gottes Gegenwart. „Der Herr sprach durch das Johannesevangelium zu mir: ‚Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.‘ Danach gab er mir Kraft, und ich beantwortete ihre Fragen mit einem Mut, von dem ich wusste, dass er nur von Jesus kommen konnte.“ Alle Versuche, Zohal mit Drohungen gegen sie und ihre Familie einzuschüchtern, liefen ins Leere.

Wenn Zohal auf ihre Tortur zurückblickt, sagt sie: „Meine Erfahrung hat mich daran erinnert, dass der Herr sein Volk selbst in der Verfolgung niemals im Stich lässt. Er bleibt treu, und seine Gegenwart ist größer als jede Bedrohung, der wir ausgesetzt sind.“

*Name geändert

Bildrechte: Open Doors

OMF lädt ein

Tag der offenen Tür am 05. September 2026 in Mücke

Liebe OMF-Freunde,

nach langer Zeit ist es endlich wieder so weit: Wir feiern einen Tag der offenen Tür in Mücke – und dazu möchten wir euch ganz herzlich einladen!

Am Samstag, den 05. September, öffnen wir von 14:00 bis 19:00 Uhr unsere Türen und freuen uns auf einen entspannten Nachmittag mit vielen Begegnungen, guten Gesprächen und schöner Gemeinschaft.

Nach einer kurzen Begrüßung gibt es einiges zu entdecken und zu erleben: Für Groß und Klein sind verschiedene Spielstationen geplant, außerdem wird es eine Hüpfburggeben. Wer neugierig ist, kann bei einer Hausführung einen Einblick in unsere Zentrale und unsere Arbeit hier in Mücke bekommen. Zudem erwartet euch einspannender Bericht aus Ostasien: In einem Interview wird ein Mitarbeiter von seinen Erfahrungen und Erlebnissen vor Ort erzählen und persönliche Einblicke in seine Arbeit geben.

Auch für den kleinen Hunger ist gesorgt: Freut euch auf Kaffee und Kuchen, kalte Getränke, thailändischen Eistee und frisch gebratene Nudeln aus dem XXL-Outdoor-Wok.

Wir hoffen natürlich auf schönes Wetter, sodass wir den Tag größtenteils draußen verbringen können.

Wir würden uns sehr freuen, viele von euch an diesem Tag bei uns in Mücke begrüßen zu dürfen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen!

Falls du nicht dabei sein kannst, freuen wir uns über dein Gebet für den Tag.

Herzliche Grüße aus Mücke

Bibel und Gemeinde 2/26

Ausgabe 2/26 erschienen

Bibel und Gemeinde heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Bibelbundes. Seit mehr als 100 Jahren finden interessierte Leser hier Bibelarbeiten, Aufsätze zu biblischen Themen, Hilfen zum eigenen Bibellesen, Antwort auf ihre Fragen zur Bibel und Zeitströmungen, Buchbesprechungen und mehr.

Bibel und Gemeinde richtet sich an engagierte Mitarbeiter in christlichen Gemeinden, an theologisch interessierte und wache Mitdenker und an jeden, der nach bibeltreuer Hilfe angesichts verbreiteter Infragestellung der Bibel sucht.

Inhaltsübersicht

Hass bringt nichts Gutes hervor von Thomas Jeising

Von Schafen, Wölfen, Schlangen und Tauben – Wie Jesus-Leute heute leben sollen von Berthold Schwarz

Wenn Atheisten Christen hassen – eine Geschichte von Diskriminierung und Doppelmoral von Michael Kotsch

Mit Hoffnung, Fleiß und Mut – 500 Jahre William Tyndales Übersetzung des Neuen Testaments ins Englische von Michael A. G. Haykin

Beziehungspflege zu Nicht-Gläubigen – Worauf es ankommt, wenn wir Freunde für Feinde des Evangeliums sein wollen von Nick Thompson

Herzenssache Bibel – Wie die Frage nach der Autorität und Zuverlässigkeit der Bibel die Gemeinde nie losgelassen hat von Thomas Jeising

Hauptsache Gesundheit? – Warum aus der Bibel keine Gesundheitsreligion abgeleitet werden kann von Michael Kotsch

Schau zuerst nach oben! – Überlegungen zur Selbstdefinition in Zeiten des neuen Zwangs, etwas aus sich zu machen von Hanniel Strebel

Absonderung geboten! – Wie soll die Gemeinde mit falschen Lehren und falschen Lehrern umgehen? von Friedhelm Jung


Die Hefte liegen im Foyer unseres Gemeinschaftshauses zum Mitnehmen bereit. Weitere Informationen über die Publikationen des Bibelbundes finden Sie hier.

Buchbesprechungen

Im jedem Heft von Bibel und Gemeinde des Bibelbundes gibt es am Ende eine Reihe von interessanten Buchbesprechungen. Hier eine Übersicht aus der aktuellen Ausgabe 2/26.

Die Inhaltsübersicht von Heft 2/26 finden Sie hier.

500 Jahre Reformation Homberg




„Auswildern“ in die 3. Lebensphase

Ein Seminarangebot in Marburg für Menschen im Übergang – 26.-28.06.26

Das Seminar lädt ein, sich auf diese neue Freiheit einzulassen und Wege zu entdecken, wie sie erfüllend und sinnstiftend gestaltet werden kann. An diesem Wochenende lassen wir uns vom biblischen Bild des Töpfers inspirieren. In Impulsen, Gesprächen und praktischen Übungen blicken wir zurück auf das bisherige Leben und richten unseren Blick nach vorn auf das, was kommt. Besinnung, Reflexion, Bewegung und Gebet prägen diese Tage. Sie laden dazu ein, Gutes zu bewahren, Belastendes loszulassen und sich neu formen zu lassen.

Buchbesprechungen

Im jedem Heft von Bibel und Gemeinde des Bibelbundes gibt es am Ende eine Reihe von interessanten Buchbesprechungen. Hier eine Übersicht aus der aktuellen Ausgabe 1/26.

David, Benjamin M. Wem gehört Jerusalem? (Friedhelm Jung)

Wiebe, Simon. Das Bibellesebuch zu PREDIGER. (Karl-Heinz Vanheiden)

Märtyrerspiegel der Taufgesinnten oder wehrlosen Christen. (Thimo Schnittjer)

Parzany, Ulrich: Jesus unsere Hoffnung. (Hartmut Jaeger)

McLaughlin, Rebecca: Was sagt die Bibel zu homosexuellen Beziehungen? Zehn Thesen (T. Schnittjer)

Dunlop, Jamie: Du nervst! Über Liebe und Einheit in der Gemeinde. (T. Schnittjer)

Camacho, Haroldo S. Freispruch! Wahre Geschichten (K-H. Vanheiden)

Kollmann, Bernd Frühes Christentum und antike Sklaverei. (Daniel Facius)

Krumbiegel, Friedemann: Was bleibt: Bau-, Glaubens- und Zeitgeschichte … (Tobias Wagner)

James, Sharon. Ist das Christentum schlecht für die Welt? (Roland Neudecker)

Enns, Fernando (Hg.). Mennoniten. (E. Jung)

Osborne, Larry. Der Pharisäer in deinem Spiegel. (K-H. Vanheiden)

Shalicar, Arye Sharuz. Überlebenskampf. Kriegstagebuch aus Nahost (F. Jung)

Pearcey, Nancy: Die ganze Wahrheit (Michael Freiburghaus)

Raedel, Christoph. Evangelisch bleiben: verantwortlich leben (Thomas Jeising)

Elberfelder Bibel. Die große Studien- und Kommentarausgabe (T. Schnittjer).

Die Inhaltsübersicht von Heft 4/25 finden Sie hier.

Bibel und Gemeinde 1/26

Ausgabe 1/26 erschienen

Bibel und Gemeinde heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Bibelbundes. Seit mehr als 100 Jahren finden interessierte Leser hier Bibelarbeiten, Aufsätze zu biblischen Themen, Hilfen zum eigenen Bibellesen, Antwort auf ihre Fragen zur Bibel und Zeitströmungen, Buchbesprechungen und mehr.

Bibel und Gemeinde richtet sich an engagierte Mitarbeiter in christlichen Gemeinden, an theologisch interessierte und wache Mitdenker und an jeden, der nach bibeltreuer Hilfe angesichts verbreiteter Infragestellung der Bibel sucht.

Inhaltsübersicht

Editorial: Anpassungsfähige Ethik? – von Thomas Jeising

Ich freue mich über dein Wort – von Holger Clas

Die Predigt: ein zentrales Element im Gottesdienst? – von Karl-Heinz Vanheiden

Darwin und Capra – Warum die Frage nach dem Leben nicht ohne Gott beantwortet werden kann – von Rudolf Möckel

Zeichen und Wunder und das Wort Gottes – Ihre Bedeutung innerhalb der Heilsgeschichte – von Andreas Köstenberger

Der leidende Gottesknecht – Jesaja 53 im Spiegel ausgewählter Missverständnisse – von Michael Kotsch

Sexualität und Glaube – über (gescheiterte) Versuche ihrer wissenschaftlichen Erforschung – von Thomas Jeising

Unser Leben in der Zwischenzeit – Christlicher Alltag in Glaube und geheiligtem Leben – von Hanniel Strebel

An der Lehre der Apostel festhalten! – Wie die katholische Kirche diesen Weg verließ – von Keith A. Mathison


Die Hefte liegen im Foyer unseres Gemeinschaftshauses zum Mitnehmen bereit. Weitere Informationen über die Publikationen des Bibelbundes finden Sie hier.

Lesen Sie hier das Editorial von Thomas Jeising aus Heft 1/26.

Anpassungsfähige Ethik?

Editorial von Thomas Jeising im neuen Heft 1/26 von Bibel und Gemeinde

Wir beobachten überall, wie sich ethische Werte schnell verändern. Bei der Ethik geht es um das, was gut oder böse ist: Mord ist schlecht, Leben retten ist gut. Lügen ist schlecht, die Wahrheit sagen ist gut. Aus den ethischen Werten leiten wir dann unser moralisches Handeln ab. 

Man hielt es früher für moralisch gut, wenn ein Mensch an als gut erkannten Werten festhielt. Er war dann „prinzipientreu“. Wer die Dinge dagegen heute so und morgen anders beurteilte, war „wetterwendisch“. Oder er „hängte sein Mäntelchen in den Wind“, weil er sich anpasste, wenn sich Gut und Böse zu ändern schien. Das gilt heute als gut: der anpassungsfähige Mensch, der jede „Transformation“ mitmacht. Das andere nennt man „fundamentalistisch“. 

Nach der „wissenschaftlichen“ Definition glaubt ein „Fundamentalist“, dass nur ein Weg zu Gott führt und man am besten das ganze Leben nach Gottes Ordnungen ausrichtet. Es ist nicht nur die Welt des Unglaubens, die Böses gut und Gutes böse nennt. Da ist man höchstens über manche Absurdität erschreckt. Es stellt sich aber die Frage, wie es dazu kommt. 

Ein Mechanismus ist offensichtlich die „normative Kraft des Faktischen“. Ist etwas im allgemeinen Verhalten weit verbreitet, wird es „normal“ und scheint Vielen richtig zu sein. Das wird begleitet davon, dass kaum jemand etwas dagegen sagt: Was allgemein akzeptiert wird, muss wohl gut sein. Und dann hört man sogar Christen so argumentieren, dass sich das Verständnis verändert hätte und deswegen auch die Ethik

angepasst werden müsste. Was Licht war, soll jetzt Finsternis sein; was sauer war, wird nun als süß definiert (Jes 5,20). So hat sich übrigens auch die Wertschätzung für die Bibel verändert. Sie gilt vielen Christen heute nur noch als eins der „heiligen Bücher“. Dabei unterscheidet sie sich in ihrer Qualität und ihrem Inhalt himmelweit vom Koran oder der Bhagavad Gita. Nur sie ist Gottes Wort und kann deswegen auch nicht einfach mit irgendwelchen antiken Schriften auf eine Stufe gestellt werden. 

Man kann das schon tun, und es geschieht auch. Aber es ist falsch. Das Wort Gottes hoch zu schätzen, ist Teil christlicher Ethik. Denn wer es verachtet, der verachtet auch Jesus Christus (Joh 12,48). Paulus sieht den Zusammenhang für andere Teile der Ethik: Wer die Gebote der Bibel zu einem geheiligten Leben verachtet, der verachtet Gott (1Thess 4,8). 

Unsere Alternative kann nur sein, dass wir gehorsam sein wollen. Wo wir aber fallen, bekennen wir es als Schuld und leben von der Vergebung durch Christus. Aber wir dürfen nicht aufhören, die Weisheit und Schönheit dessen zu verkünden, was wir in Gottes Wort lesen. Es ist nicht die Bibel, die uns den Weg zu einem guten Leben versperrt. 

Anpassungsfähig sollten wir da sein, wo wir nach offenen Türen für das Evangelium suchen, um Menschen die Wahrheit Gottes nahezubringen. Aber keinesfalls dürfen wir diese Wahrheit anpassen wollen, denn „wir verfälschen nicht das Wort Gottes, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem Gewissen der Menschen vor Gott“ (2Kor 4,2).

500 Jahre Reformation

Veranstaltungstermine im Reformationsjahr

Von Februar bis Oktober finden in und um Homberg eine Fülle von Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum statt. Hier ein Auszug aus dem Jubiläumsmagazin mit allen Terminen.

Seelische Gesundheit

EGHN-Service für Gemeinden

Seelische Gesundheit wird in unserer Gesellschaft mehr und mehr zum Thema. Auch der Evangelische Gemeinschaftsverband Hessen-Nassau (EGHN), dem unsere Gemeinschaft angehört, macht sich für seelische Gesundheit stark.

Der Arbeitskreis Seelsorge hat einen Flyer herausgegeben, der alle wichtigen Informationen zum Thema vereint. Er kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Kontakt:

Yossi Tröger

Leiter der Seelsorgearbeit im EGHN

www.eghn.de

📧 yossi.troeger@eghn.de

📞 +49 1515 9848 057

🗓️ Erreichbar: Montag, Mittwoch, Donnerstag

Predigt von Yossi am 18.01.26 in Homberg

Christen verprügelt und inhaftiert

11 Christen in Mexiko wegen Freiluft-Gottesdienst unter Druck

(Open Doors, Kelkheim) – „Vor diesem Vorfall haben wir dafür gebetet, dass die Grundversorgung wiederhergestellt und unsere Rechte respektiert werden. Jetzt konzentrieren sich unsere Gebete auf Sicherheit und darauf, ohne Bedrohungen oder Vertreibung leben zu können“, sagte Efraín*. Der Christ gehört zu einer indigenen Volksgruppe und lebt im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, eine der Regionen mit der stärksten Verfolgung in Mexiko. Was war geschehen?

Christen in Chiapas beten Jesus an – in indigenen Gemeinschaften oftmals ein Risiko (Symbolbild)

Morddrohungen an Christen wegen ihres Glaubens

Am 16. Januar griffen Einwohner der Ortschaft Zinacantán elf Mitglieder einer christlichen Gemeinde an und sperrten sie ein, weil sie einen Gottesdienst im Freien abgehalten hatten. Laut lokalen Medien wurde ihre Freilassung an die Bedingung geknüpft, dass sie ihrem Glauben abschwören. In einem Bericht war von einer Geldforderung über umgerechnet ca. 4.800 Euro die Rede. Zum Zeitpunkt des Übergriffs hatten sich etwa zwanzig Gläubige vor dem Haus einer christlichen Familie versammelt. Anwohner blockierten die Zufahrtsstraße mit einem Fahrzeug und schütteten Kies auf den Versammlungsort, um weitere Zusammenkünfte der Christen zu verhindern.

Wenige Tage zuvor hatten sich die Gläubigen geweigert, an traditionellen religiösen Feierlichkeiten ihrer Volksgruppe teilzunehmen. Dies hatte zu erheblichen Spannungen geführt. Ein lokales Forschungsteam von Open Doors bestätigte den religiösen Hintergrund des Übergriffes und verwies dabei sowohl auf die Gewalt und Einschüchterung als auch auf die Forderungen an die Entführten.

Auch Antonio Vázquez Méndez, Sekretär der Menschenrechtsorganisation Manos a la Obra, erklärte gegenüber der Zeitung La Jornada: „Dies ist eine Frage des Glaubens, keine gewöhnliche Streitigkeit der Kommune. [Den Christen] wurde mit dem Tod gedroht, wenn sie nicht ihrem Glauben abschwören.“

Auch Kinder im Visier der Angreifer

Am Sonntag, dem 18. Januar, kamen die elf Christen wieder frei. Die genauen Umstände ihrer Freilassung sind weiterhin unklar. Obwohl sie in ihre Häuser zurückgekehrt sind, bestehen die Spannungen mit der örtlichen Gemeinschaft fort.

Die Schikanen sind jedoch nicht neu. „Laut Zeugenaussagen wurde mehreren christlichen Familien seit einiger Zeit die Strom- und Wasserzufuhr gekappt. Außerdem wurden immer wieder Straßensperren errichtet, die verhindern sollen, dass ihre Kinder zur Schule gehen“, sagte Norma*, eine Missionarin und Open Doors-Mitarbeiterin in dem Land. „Diese Maßnahmen sollen sie dazu zwingen, ihren Glauben aufzugeben“, fügte sie hinzu.

*Name geändert

Über Open Doors

Open Doors ist als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit 1955 in mittlerweile mehr als 70 Ländern im Einsatz für verfolgte Christen. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Derzeit sind weltweit mehr als 380 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen.

Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz

Im aktuellen WELTVERFOLGUNGSINDEX informiert Open Doors über die 50 Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden. Mexiko steht derzeit an dreißigster Stelle.

Über die ersten fünf Plätze informiert dieses Video.

In allem uns gleich – doch ohne Sünde

Über ein wenig beachtetes Detail des Weihnachtswunders

Leitartikel von Thomas Jeising in Biblisch denken, glauben, leben 149

Wir feiern das Wunder von Weihnachten. Gott wurde Mensch: „Er, das Wort, wurde Mensch und lebte unter uns. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie sie nur der einzigartige Sohn vom Vater bekommen hat.“ (Joh 1,14).

Woran denkt Johannes, wenn er sagt, dass er und die anderen Apostel die Herrlichkeit von Jesus gesehen haben? Es war eine Herrlichkeit, die sich durch Gnade und durch Wahrheit gezeigt hat. Das stimmt mit den anderen Evangelien überein.

Die Herrlichkeit zeigte sich nicht in Macht oder Reichtum. Jesus kam doch als Kind einer armen Familie, unter äußerem Druck und am Ende in einem Stall zur Welt. Aber in der Krippe lag trotzdem kein normales Kind. Denn dieses Kind war schon ewig bei Gott gewesen. Es hat und hatte immer eine tiefe Beziehung zu Gott, dem ewigen Vater.

Allein dieser kleine Mensch ist in der Lage, uns Gottes Wesen und Willen bekannt zu machen. Wir können Gott nur richtig kennen, wenn Jesus ihn uns bekannt macht (18). Man kann Ahnungen von Gott haben. Man kann viel aus den Offenbarungen Gottes ableiten. Aber es kennt niemand den Vater wirklich als alleine der Sohn – und wem es der Sohn zeigt (Mt 11,27).

Erst seit Weihnachten, Karfreitag und Ostern können wir Gott wirklich kennen. Das war ohne Jesus Christus nicht möglich. Auch hier gilt, was Jesus später sagt: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich!“ (Joh 14,6).

Lesen Sie weiter in der neuen Ausgabe 149 von Biblisch denken, glauben, leben

Fragwürdiges ARTE-Video

Superschnelle Anpassung – aber keine Höherentwicklung

Ein kritischer Blick auf ein neues ARTE-Video zu „Darwins Express: Evolution in Rekordzeit“ zeigt: Was aussieht wie Evolution ist das Abrufen programmierter Optionen.

In einem aktuellen Video des Fernsehsenders ARTE (2025)* wird eindrucksvoll dargestellt, wie rasch Tiere und Pflanzen auf Umweltveränderungen reagieren können. Veränderungen und Anpassungen vollziehen sich in kürzester Zeit – in einigen Fällen innerhalb weniger Generationen. ARTE spricht in diesem Zusammenhang von einem „Darwins Express“ – von superschneller Evolution. Doch so faszinierend diese biologischen Anpassungen auch sind: Sie haben nichts mit Evolution im klassischen, darwinistischen Sinn zu tun – also mit der Entstehung neuer Baupläne, Funktionen oder genetischer Information.

Schnelle Reaktionen statt Neuerfindungen

Aus Südamerika stammende Aga-Kröte (Rhinella marina, Bildquelle: Wikipedia, Froggydarb, CC BY-SA 3.0).

Das Video zeigt eine Reihe gut dokumentierter Fälle:

In Australien hat sich die aus Südamerika eingeschleppte Aga-Kröte innerhalb weniger Jahrzehnte an neue Bedingungen angepasst. Die Tiere bewegen sich schneller, ermüden langsamer und verbreiten sich effizienter als ihre Vorfahren.

In Kanada schrumpfen bei Mufflons die Hörner, weil Tiere mit größeren Hörnern stärker bejagt werden.

In Alaska werden Lachse kleiner, weil die großen Exemplare durch den Fischfang aus der Population entfernt wurden.

In Mosambik bringt Wilderei vermehrt Elefanten ohne Stoßzähne hervor – ein klarer Überlebensvorteil für Tiere ohne dieses auffällige Merkmal.

Und auf Puerto Rico haben Anolis-Echsen in kurzer Zeit größere Krallen und kräftigere Vorderbeine entwickelt, um sich auf glatten Oberflächen besser festhalten zu können.

Diese Beispiele sind eindrucksvoll, doch genetisch gesehen entsteht hier nichts grundlegend Neues – veränderte Umweltbedingungen sind Auslöser dafür, Merkmalsausprägungen abzurufen, die bereits im Genpool vorhanden sind. In vielen Fällen spielt auch Genregulation eine Rolle: Die vorhandene DNA wird unterschiedlich genutzt, je nach Umwelteinfluss.

Grob irreführend ist im Video in diesem Zusammenhang der Sprung von einem Beispiel zur Farbveränderung zur Entstehung des aufrechten Gangs, der durch ein Transposon (springendes Gen) begünstigt worden sein soll. Das ist ungefähr so, als würde man sagen, die Entstehung des Fernsehers wurde durch Implementierung des An/Aus-Knopfes begünstigt.

Ein fragwürdiges Darwin-Bild

Das Video bemüht immer wieder Darwin – doch oft auf fragwürdige Weise. So wird behauptet, Darwin sei durch die „Darwin-Finken“ zur Evolutionstheorie inspiriert worden. Tatsächlich hatte Darwin gar nicht systematisch dokumentiert, von welchen Inseln die gesammelten Vögel stammten. Die spätere korrekte Bestimmung verdankt sich der Arbeit anderer Forscher.

Unter anderem auf Karibik-Inseln beheimatete Anolis- Eidechse (Anolis sagrei, Bildquelle: pixabay).

Noch problematischer ist die Behauptung, dass vor Darwin „alle“ an die Unveränderlichkeit der Arten geglaubt hätten. Schon im 18 Jahrhundert hatte Carl von Linné eine gewisse Entwicklungsfähigkeit innerhalb von Gattungen angedeutet. Lamarck entwickelte sogar eine eigene Theorie, in der erworbene Eigenschaften vererbt werden – eine Idee, die Darwin später wieder aufgriff. Der Gedanke der Veränderung war also längst im Umlauf, bevor Darwin seine These formulierte.

Evolution sollte eindeutig definiert werden

In der Definition von „Evolution“ bleibt das Video äußerst vage – oder irreführend. Eine Aussage lautet sinngemäß: Wenn eine Eigenschaft erfolgreicher ist als eine andere, wird sie sich durchsetzen – das sei Evolution. Doch dies beschreibt lediglich das Prinzip der Selektion, nicht die Entstehung neuer Merkmale. Es wird nichts „entwickelt“, sondern nur angereichert.

Selbst die oft zitierte genetische Vielfalt wird im Video falsch erklärt: „Transkriptionsfehler“ werden als Quelle der Vielfalt bezeichnet – obwohl diese Fehler nur während der RNA-Bildung auftreten und nicht vererbbar sind. Tatsächlich entstehen erblich relevante Veränderungen nur durch Mutationen während der DNA-Replikation, insbesondere in Keimzellen. Ein wesentlicher Unterschied, der in einer seriösen Darstellung nicht unter den Tisch fallen sollte.

Epigenetik – wirklich Evolution?

Gegen Ende des Videos wird ein faszinierendes Phänomen angesprochen: sogenannte „Evolution ohne Mutation“. Gemeint ist damit etwa das Verhalten der Spitzen Blasenschnecke, die bei erhöhter Gefahr, von Fressfeinden erbeutet zu werden, eine dickere Schale ausbildet. Diese Reaktion kann sogar an die nächste Generation weitergegeben werden – ohne Veränderung des Erbguts.

Verantwortlich sind hier epigenetische Mechanismen: Die Aktivität bestimmter Gene wird durch Umweltreize beeinflusst. Das Erbgut selbst bleibt unverändert, lediglich seine Nutzung wird geändert. Auch das ist biologisch interessant, doch es bleibt bei einer (kurzfristigen) Anpassung innerhalb gegebener Grenzen. Mit echter Höherentwicklung hat das nichts zu tun.

Ein weiteres Beispiel ist das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis), das bei Insektenmangel zur Selbstbefruchtung übergeht – ein Anpassungsschritt, der allerdings zu reduzierter genetischer Vielfalt und damit zu langfristiger Schwächung führt. Auch hier zeigt sich: Anpassung kann auch Rückbau bedeuten – nicht Fortschritt, sondern Spezialisierung.

Fazit: Anpassung ≠ Evolution

Das Fazit ist eindeutig: Die im Video gezeigten Beispiele belegen keine Evolution im klassischen Sinne. Sie zeigen Selektion, Genregulation, epigenetische Reaktionen – aber keine Entstehung neuer biologischer Information, keine neuen Strukturen, keine Neuerfindungen. Die „Express-Evolution“ beruht auf dem Abrufen vorhandener Programme. Das ist keine gute Nachricht für Evolutionsbiologen, denn woher kommen diese Programme?

Interessant ist auch die Formulierung: Transposons als „Zauberstäbe der Evolution“ (29:15). Es ist schon erstaunlich, dass in einem naturalistischen Szenario Zauberei als Bild verwendet wird. Das Video verfehlt damit sein eigentliches Ziel: Statt die Stärke der Evolutionstheorie zu demonstrieren, illustriert es unbeabsichtigt deren Grenzen. Anpassung ist Realität – doch sie ist nicht gleichzusetzen mit der Entstehung neuer Baupläne. Wer solche Prozesse unterschiedslos als „Evolution“ bezeichnet, verwischt nicht nur wissenschaftliche Begriffe, sondern verzerrt auch die öffentliche Wahrnehmung.

Peter Borger* (mit freundlicher Genehmigung von Wort und Wissen

*Das Video in der ARTE-Mediathek: Darwin Express: Evolution in Rekordzeit

Viele weitere Informationen finden Sie im aktuellen Info von Wort und Wissen.

*Peter Borger (MSc, PhD) studierte Biologie mit den Schwerpunkten Biochemie und Molekulargenetik. Er lehrte und forschte u. a. an den Universitäten Groningen (Niederlande), Sydney (Australien), Basel und Zürich (Schweiz). Als Experte im Bereich Molekularbiologie von Genexpression und Signaltransduktion hat er über 70 Artikel in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Das Foto über diesem Beitrag zeigt das Denkmal von Charles Darwin in London (Quelle: Pixabay).

Buchbesprechungen

Im jedem Heft von Bibel und Gemeinde des Bibelbundes gibt es am Ende eine Reihe von interessanten Buchbesprechungen. Hier eine Übersicht aus der aktuellen Ausgabe 4/25.

Die Inhaltsübersicht von Heft 4/25 finden Sie hier.

Bibel und Gemeinde 4/25

Ausgabe 4/25 erschienen

Bibel und Gemeinde heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Bibelbundes. Seit mehr als 100 Jahren finden interessierte Leser hier Bibelarbeiten, Aufsätze zu biblischen Themen, Hilfen zum eigenen Bibellesen, Antwort auf ihre Fragen zur Bibel und Zeitströmungen, Buchbesprechungen und mehr.

Bibel und Gemeinde richtet sich an engagierte Mitarbeiter in christlichen Gemeinden, an theologisch interessierte und wache Mitdenker und an jeden, der nach bibeltreuer Hilfe angesichts verbreiteter Infragestellung der Bibel sucht.

Inhaltsübersicht

Sieg der Propaganda?    von Thomas Jeising
Kampf und Bekenntnis – Herausforderungen in 125 Jahren Bibel und Gemeinde    von Thomas Jeisingt
Die Bibel – unverzichtbar für lebendige Gemeinde     von Michael Kotsch
Verwurzelt in Gottes Wort – über den Kampf um unser Denken und die Herzensbindung an die Bibel    von Johannes Pflaum
Predige das Wort! – zeitgemäße und bibeltreue Verkündung pflegen     von Harmut Jaeger
Wenn Bibellesen schwer fällt – Impulse zum Um­gang mit schwacher Lesekompetenz in der Gemeinde    von Ansgar N. Przesang
Gemeindebibelschule – ein Modell, um die Bibel besser kennenzulernen und auszulegen     von Armin Schönebeck
Gottes Wort entdecken – hilfreiche Handwerkzeuge zum Bibelstudium    von Karl-Heinz Vanheiden
Inspiration, Wahrheit und Einheit der Bibel – ein Segen für die Gemeinde     von Thomas Jeising

Die Hefte liegen im Foyer unseres Gemeinschaftshauses zum Mitnehmen bereit. Weitere Informationen über die Publikationen des Bibelbundes finden Sie hier.

Lesen Sie hier das Editorial von Thomas Jeising aus Heft 4/25.

Sieg der Propaganda

Editorial zum neuen Heft 4/25 von Bibel und Gemeinde
von Thomas Jeising

Wie konnte es nur dahin kommen, dass es selbst unter vielen Christen normal geworden ist, zu glauben, dass Gottes Wort voller Fehler und Widersprüche ist, während der, der für die Irrtumslosigkeit der Bibel eintritt, als gefährlicher Dummkopf gilt, der wahrscheinlich auch seine Kinder verprügelt? Wie konnte es normal werden, dass ein Wissenschaftler unglaubwürdig wird, wenn er sich zum Glauben an den biblischen Gott bekennt, während Atheismus die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu steigern scheint?

Wie konnte es als klug gelten, kindliches Vertrauen auf Gottes Reden zu zerstören, um bei Menschen einen „erwachsenen Glauben“ ohne Grundlagen an die freie Stelle zu setzen?

Wahrscheinlich ging das ebenso, wie es jetzt normal sein soll, wenn ein Mann sagt, er wolle, ab sofort als Frau gelten. Wahrscheinlich waren die gleichen Mechanismen am Werk, die eine Ehe zum Gefängnis für die Frau erklärten und ein Leben als Mutter und Hausfrau als frauenfeindlich, klimaschädlich und ungesund. Wahrscheinlich war es die gleiche Art von Propaganda, die ziemlich erfolgreich Mord, Vergewaltigung und Geiselnahme zu einem ehrwürdigen Freiheitskampf verklärte.

Zur Kraft der Propaganda gehört, dass sie Krieg zum Frieden, Gefangenschaft zur Freiheit und Lüge zur Wahrheit erklären kann. Aus unterschiedlichen Gründen werden diese Lügen dann befürwortet. Die einen sind wirklich überzeugt, weil sie in einer bestimmten Blase leben oder Konsequenzen der Wahrheit fürchten. Die anderen tun es, weil sie nicht den Mut haben, wie das Kind im Märchen einfach zu rufen, dass der Kaiser nackt ist. Man traut sich nicht zu sagen, was jedem offensichtlich sein muss. Dazwischen sind die Unsicheren, die nie wissen, wie sie sich entscheiden sollen:

Es kann immer alles so oder anders sein; Wer kennt die Wahrheit schon? Das Vertrauen auf die Wahrheit, Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit des Wortes Gottes leidet unter diesen Umständen. Über Jahrhunderte war es unter den allermeisten Christen fraglos, dass die Bibel ohne Fehler ist, auch wenn man natürlich scheinbare Widersprüche sah und Erklärungen suchte.

Dann aber wurde der „aufgeklärte“ Mensch derjenige, für den die Fehlerhaftigkeit der Bibel Standardmeinung war. Nur kennt dieser Mensch die Bibel oft nicht mehr, was schnell offenbar wird, wenn man nach konkreten Fehlern fragt. 

Wo immer von „Experten“ behauptet wurde, man habe die Fehler bewiesen – zum Beispiel, weil man „keine Posaunen vor Jericho“ und keine Kamelknochen in der Wüste fand -, da zeigte sich später, dass alles nur Marktschreierei war.

Archäologische Funde der vergangenen 50 Jahre im Orient unterstreichen die geschichtlichen Aussagen der Bibel. Das physikalische Weltbild hat sich auf breiter Front so geändert, dass biblische Aussagen den Physikern bescheinigen, dass sie nicht ganz falsch liegen. Psychologen haben in großer Zahl entdeckt, dass aus der biblischen Ethik ein recht gesunder Lebensstil hervorgehen würde.

Das alles beweist die Wahrheit der Bibel natürlich nicht. Für diese Wahrheit steht Gott selber. Aber von uns will Gott das Vertrauen auf sein Wort. Denn aus diesem Wort kommt uns Rettung und Versöhnung mit Gott zu, die Christus am Kreuz gewirkt hat.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Bibelbundes e.V.

Eine Inhaltsübersicht des neuen Hefts finden Sie hier.

Nie im Ausland – und trotzdem berufen

Renate Ströhler im OMF-Podcast „Mango-Radio“

Mission – die Verkündigung der Guten Nachricht – muss nicht zwangsläufig nur in fernen Ländern stattfinden, sondern beginnt schon vor unserer Haustür – oder gar im eigenen Wohnzimmer, wie das Beispiel von Renate Ströhler aus Homberg zeigt.

Nicht jeder Christ ist zu einem besonderen „geistlichen Dienst“ oder gar als Missionar ins Ausland berufen. Unsere Berufung ereignet sich in der Gegenwart, mitten in unserem Alltag. Nicht der Ort unserer Berufung ist entscheidend, sondern unser Herz und unsere Treue.

Für Renate Ströhler kam ein vollzeitlicher Einsatz im Ausland nie in Frage. Sie lebte ihren Glauben als Ehefrau, als Mutter und in ihrer Gemeinde, der Ev. Gemeinschaft Homberg. Renate ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Alltag und ein Herz für die ganze Welt sich gut ergänzen können. Lass dich ermutigen und inspirieren, wie Jesus ganz normale Menschen gebrauchen will.

OMF ist eine globale Gemeinschaft von Christen mit einem Herz für Ostasiaten. Sie unterstützen Kirchen und Gemeinden bei der Verkündigung der Guten Nachricht. Dazu arbeitet das in Mücke ansässige Werk mit mehr als 2.100 Mitarbeitenden aus über 40 Ländern unter rund 100 ethnischen Gruppen in Ostasien zusammen.

Im Podcast „Mango Radio“ berichtet OMF über die vielfältigen Aufgaben und Projekte und lässt Menschen zu Wort kommen, die über ihre Erfahrungen mit der Verkündigung von Gottes Wort erzählen.

Alle Folgen von Mango Radio auf Spotify.

Sind Wunder unmöglich?

Wie der Glaube an Schöpfung, Willensfreiheit und Wunder untergraben wurde
Vortrag von Prof. Dr. Dr. D. von Wachter, Rehe 2025

Wunder spielen für das Christentum eine entscheidende Rolle. Wer Wunder bestreitet, bestreitet gleichzeitig das Christentum. Ohne das Wunder von Jesu Auferstehung ist der christliche Glaube gegenstandslos. Kein Wunder also, dass Bibel- und Glaubenskritiker immer wieder hier ansetzen und die Existenz von Wundern infrage stellen.

Voltaire 1764: „Ein Wunder ist die Verletzung von mathematischen, göttlichen, unveränderlichen, ewigen Gesetzen. Schon dem Begriffe nach ist ein Wunder ein Widerspruch: Ein Gesetz kann nicht zugleich unveränderlich sein und verletzt
werden.“

Ob es so etwas wie Willensfreiheit, Wunder oder Schöpfung gibt, untersucht man am besten, indem man hinschaut und Beweise sucht. Seit der sogenannten Aufklärung behaupten Atheisten allerdings, dass Wunder unmöglich seien und weichen damit der Suche nach Beweisen aus. Philosophische und naturwissenschaftliche Argumente werden ins Feld geführt, um nachzuweisen, dass die Naturgesetze keinesfalls außer Kraft gesetzt werden können.

Dostojewski (1821-1881) in seinem Buch „Die Brüder Karamasow“: „Im Realisten wird der Glaube nicht durch das Wunder hervorgerufen, sondern das Wunder durch den Glauben.“

Warum Wunder dennoch möglich sind und wie Christen heute mit kritischen Fragen umgehen können, beleuchtet Prof. Dr. Dr. D. von Wachter in seinem Vortrag auf der Jahrestagung von WORT und WISSEN in Rehe.

Eine Terminübersicht weiterer Vorträge von Wort und Wissen finden Sie hier.

Beten für Christen in Laos

Auf der Suche nach einem neuen Zuhause

(Open Doors, Kelkheim) – Am 7. Juli kamen 16 Bewohner eines Dorfes im Süden von Laos zum Glauben an Jesus Christus. Genau einen Monat später wurden sie gezwungen, ihr Heimatdorf zu verlassen – weil sie ihren neuen Glauben nicht aufgeben wollten.

Partner von Open Doors stehen in Kontakt mit ihnen und bitten um Gebet für die zum großen Teil noch sehr jungen Christen.

Alltag auf einer Dorfstraße (Symbolbild / © Open Doors )

Behördliche Anweisung an Christen: 500 Meter Abstand halten 

Die Versammlung war hochoffiziell. Am 7. August beriefen örtliche Behördenvertreter, die Dorfbeamten und die Ältesten der Gemeinschaft ein dringendes Treffen in der lokalen Versammlungshalle ein. Alle Oberhäupter von Familien, in denen es Christen gab, wurden ausdrücklich zur Teilnahme aufgefordert.

Unter den 16 Christen, die zehn Familien entstammen, sind fünf Teenager und zwei Kinder; zwei weitere sind von geistigen oder körperlichen Einschränkungen betroffen. Der Anlass der Versammlung wurde nicht mitgeteilt.

Bei dem Treffen wurde jedoch schnell deutlich, dass es um die Christen und ihren neuen Glauben ging. Ihre Abkehr von den religiösen Traditionen hatte im ganzen Dorf großen Ärger ausgelöst; sie galten als Verräter an den Vorfahren, deren Entscheidung Konsequenzen forderte.

Deshalb gab der Dorfvorsteher die folgenden Anordnungen bekannt: Christen wird verboten, in irgendeiner Weise mit anderen über Jesus oder das Evangelium zu sprechen.

Die Häuser von Christen müssen mindestens 500 Meter Abstand von anderen Häusern haben. Alle „christlichen Familien“ müssen das Dorf sofort nach Ende der Versammlung verlassen.

Darüber hinaus erging an jeden, der ebenfalls erwog Jesus nachzufolgen, die Aufforderung: „Ihr müsst zuerst eure Verwandten, euren Clan, die Dorfältesten und die Bezirksbehörden informieren und deren Erlaubnis einholen.

Unerschütterlicher Glaube und Gottes Versorgung

Das Treffen endete für die Christen in Angst und Ungewissheit. Amphon*, eine lokale Partnerin von Open Doors, sagte: „Als sie nach Hause gingen, fragten sie sich, ob es für sie noch irgendwelche Optionen gibt.“ Obwohl die Dorfgemeinschaft sie unter großen Druck setzt, zögern die Familien, ihre Heimat zu verlassen. Im September drohte der Dorfvorsteher ihnen: „Ihr habt bis nächste Woche Zeit zu gehen, sonst zerstören wir eure Häuser!“

Lani*, eine weitere Partnerin von Open Doors, bittet: „Behaltet diese zehn Familien in eurem Gebet. Betet, dass der Herr sie dorthin bringt, wo sie Salz und Licht sein können, um Zeugnis von seiner Liebe und Barmherzigkeit auf der Erde abzulegen.“

*Name geändert

Mehr über das Schicksal verfolgter Christen finden Sie auf der Website des Hilfswerkes OPEN DOORS.

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